Willkommen auf der Internetseite des Vereins Kulturpalast Unterwellenborn   Klicke zum Vorlesen Willkommen auf der Internetseite des Vereins Kulturpalast Unterwellenborn GSpeech

  • Frontansicht
  • Blick auf die Bühne
  • Blick von der Bühne
  • Foyer
  • Vestibül
  • wow slider
  • ... mit 28seitigem Booklet zum Kulturpalast Unterwellenborn
Frontansicht1 Blick auf die Bühne2 Blick von der Bühne3 Foyer4 Vestibül5 Luftbild6 ... mit 28seitigem Booklet zum Kulturpalast Unterwellenborn7
wow slider by WOWSlider.com v8.5
Video

Video

Mit freundlicher Genehmigung aus dem Youtube-Kanal von Petra P.
weiterlesen
08.09.19

08.09.19

Toller Denkmaltag am 08.09. 2019 Ca. 300 Gäste fanden den Weg in das Freibad Unterwellenborn zum Tag des offenen Denkmals weiterlesen
Chronologie

Chronologie

Der Verein Kulturpalast Unterwellenborn e.V. ist in den vergangenen Monaten kaum in der Öffentlichkeit wahrgenommen worden. Es scheint fast, als weiterlesen
Petition

Petition

Künstler und Prominente für die Rettung des Kulturpalastes Unterwellenborn bisherige Unterschriften: Am 13.02. erreichte uns die Unterschrift von Andreas Brunn. weiterlesen
Steckbrief

Steckbrief

Holtsø wurde 1968 an einer Kopenhagener Schule vom Besetzungschef der Firma Nordisk Film entdeckt und daraufhin von Regisseur Erik Balling weiterlesen
13.11.19

13.11.19

Die OTZ veröffentlichte am 13.11. 2019 folgenden Artikel über unseren ersten Erzählsalom: weiterlesen
  • 1
RizVN Login

Künstler und Prominente für die Rettung des Kulturpalastes Unterwellenborn

bisherige Unterschriften:

Am 13.02. erreichte uns die Unterschrift von Andreas Brunn. Andreas Brunn 1964 in Weimar geboren, seit dem sechsten Lebensjahr Klarinette spielend, begann im Alter von vierzehn Jahren Gitarre zu erlernen und war seit der Zeit Musiker in Bands verschiedenster Stilistiken. Andreas Brunn studierte an der Hochschule für Musik “Franz Liszt” in Weimar Gitarre und Musiktheorie. Seine Komposition “Two Faces” wurde 1999 mit dem 1. Preis des Gitarrenkompositionswettbewerb Open Strings ausgezeichnet, durch das Fachmagazin AKUSTIKGitarre Deutschlandweit ausgeschrieben. Im Sommer 2004 und 2007 hatte er die künstlerische Leitung des von der EU unterstützten Projektes “Junge Musik Karawane-Europa”, welches in beiden Jahren mit jungen Musikern aus Europa 7.500 km unterwegs war und dabei in einer Vielzahl von Ländern auf renommierten Festivals gastierte.

Am 28.01. erreichte uns die Unterschrift von Heinz Eckardt Wenzel. Wenzel ist Liedermacher, Multiinstrumentalist, Autor, Regisseur und Komponist. Er bergündete das Liedertheater "Karls Enkel" (1976-1985), arbeitete lange Jahre mit Steffen Mensching (heute Indendant des Rudolstädter Theaters) zusammen. In einigen Regionen der ehemaligen DDR waren viele seiner Stücke aufgrund ihrer kritischen Haltung verboten. Im September 1989 war er ein Hauptautor der Resolution von Rockmusikern und Liedermachern, mit der zahlreiche Musiker Veränderungen in der DDR forderten. Wenzel hat zahlreiche Preise erhalten.

Aus ganz unerwarteter Ecke erreichte uns am 20.01. eine Mail. Maurizio Camagna, Starfotograf aus Mailand, Italien, bot uns seine Unterstützung an. Maurizio ist ein großer Architekturfan. Bei seinen Deutschlandbesuchen hat er sich vor allem in Dresden und den Osten verliebt. Begeistert berichten die Cottbuser von seinem Stadthallenbesuch. Der 55jährige Ibrahimovic-Fotograf zeigte kürzlich seine besondere Sichtweise auf Dresden.

Nadja Puls hat uns geschrieben. Bescheiden sagt sie, sie kennt heute niemand mehr, sie möchte aber trotzdem unterstützen. Was für ein Irrglaube, wer kennt sie nicht, das Schokoladenmädchen aus Gunter Emmerlichs "Showkolade". Nadja war viele Jahre Solotänzerin im Fernsehballett des DDR-Fernsehens, ein Ensemble, um das viele Fernsehanstalten das DDR-Fernsehen beneideten. Deine Unterschrift ist uns wichtig, Nadja!

 

Gerade hat uns Dirks Unterschrift erreicht. Mit 15 Jahren wurde Dirk Sipp zum jüngsten staatlich geprüften Schallplattenunterhalter (heute: "DJ") der DDR. Seit 7. September 1997 moderiert der gebürtige Gothaer jeden Sonntag auf "Antenne Thüringen" in Weimar die "Yesterhits", die er namentlich als Patent geschützt hat. Damit ist Dirk Sipp einer der dienstältesten Moderatoren ein und derselben Sendung im privaten Rundfunk. Seine Show wurde 2002 mit dem "Radiojournal-Rundfunkpreis" für die "Beste Musiksendung" ausgezeichnet. Für private "YesterhitsPartys" kann man ihn unter yesterhits.de buchen, und wenn der Kulturpalast wieder aufmacht, steigt seine Party natürlich im Foyer!

 

Im neuen Jahr erreichte uns als erstes die Unterschrift des Berliners Hans-Ulrich "Pöni" Pönack arbeitet seit Ende der 1960er Jahre als Filmkritiker, unter anderem für RIAS, RIAS 2, Deutschlandradio Kultur, das Sat.1 Frühstücksfernsehen und Radio Gong in München. Er interviewte Stars wie Armin Mueller-Stahl, Sydney Pollack, Loriot, Götz George und nicht zuletzt auch die deutschen Synchronstimmen amerikanischer Leinwandhelden wie Danny DeVito und John Wayne. Seit 2004 ist er jeden Donnerstag bei 105'5 Spreeradio Berlin zu hören und produziert seit 2018 den Podcast "Pönis Kinowoche" auf poenack.de. Als Kino-Liebhaber würde er sich freuen, wenn im Kulturpalast Unterwellenborn wieder regelmäßig Filme über die Leinwand flimmern.

 

Am 11.12. erhielt ich einen Anruf aus Weimar von Delle (Detlef) Kriese, Schlagzeuger bei der Klaus-Renft-Combo. Er musizierte auch mit Gundermann und Rio Reiser, spielte bei Passion, Cäsars Rockband, bei der Jonathan-Bluesband, bei Kerschowski und den Wilderern. Hier seine Unterschrift.

 

 

Am 9.12. erreichte uns die Unterschrift von Christian Filips. Er ist einer der wichtigsten deutschsprachigen Lyriker unserer Zeit, hat als Gastregisseur an namenhaften Bühnen gearbeitet, an der Berliner Volksbühne ist er fast zuhause. Christian Filips ist ebenfals Programmdirektor der Berliner Singakademie, dem ältesten und traditionsreichsten gemischten Chor der Welt. Er hat Germanistik und Musikwissenschaft studiert und hat sich auch als Übersetzer einen Namen gemacht. Er lebt in Berlin.

Michael Nass schrieb uns am 06.12. Der in Sachsen geborene Michael Nass ist Musiker, Komponist, Arrangeur, Produzent. Er ist festes Bandmitglied der Kölner Band BAP („Verdammt lang her“) und der Seilschaft (Gundermanns Band). Darüber hinaus pflegt er die musikalische Zusammenarbeit mit Silly, Inga Rumpf, Stern Combo Meissen, Clueso, Bobo in white wooden houses, Xavier Naidoo, Jürgen Walter, Uschi Brüning,  Annett Louisan und vielen weiteren namenhaften Musikern. Quelle: https://www.michaelnass.de/

Andy Wieczorek ist Musiker, Sänger, Schauspieler aus Berlin und festes Bandmitglied bei Die Seilschaft (Gundermanns Band) und Polkaholix. Darüber hinaus arbeitete er mit
Stefan Diestelmann, Freedolin Jazz, Ines Paulke, Matthias Lauschus Band, Kristiane Kupfer, Karl Dall, Modern Soul Band, Angelika Weiz & Loud People, Thomas Putensen, Arnold Fritsch, Jeanette Biedermann, Judy Weiss, Niemann, Silly, Aurora Lacasa, Cäsar & die Spieler und Dirk Michaelis zusammen. Quelle: http://www.andywieczorek.de/discographie/discographie.htm


Christian Haase ist Liedschreiber, Bandleader und Sänger aus Berlin sowie Inhaber des Plattenlabels hTMV. Nach Gundermanns Tod sahen viele in ihm den jungen Nachfolger und so wurde er auch Sänger und festes Mitglied der Gundermann Band „Die Seilschaft“. Er pflegt die musikalische Zusammenarbeit mit Keimzeit, Barbara Thalheim, Sonny Thet, Silly, Dirk Zöllner und Julia Neigel. Quelle: http://www.deutsche-mugge.de/portraits/2680#B


Mario Ferraro ist Musiker und Produzent aus Berlin. Er ist festes Bandmitglied bei Die Seilschaft (Gundermanns Band) und Polkaholix. Musikalisch arbeitet er außerdem mit Keimzeit, Die Wilderer, The Hidden Cameras, Cäsar & Die Spieler, Ungelenk, Niemann und Caesar Twins zusammen. Quelle: http://www.ferraro.de/bio.htm


Tina Powileit ist festes Bandmitglied bei Die Seilschaft (Gundermanns Band). Sie war die erste weibliche Schlagzeugerin der DDR (Mona Lise). Als Schauspielerin war sie die Hauptdarstellerin in dem Hermann-Zschoche-Film „Die Alleinseglerin“. Ihre musikalischen Partner waren und sind Gerhard Gundermann und Silly. Quelle: https://www.facebook.com/dieseilschaft/posts/1962910110414233/; http://www.deutsche-mugge.de/index.php/interviews/2009/602-tina-powileit.html


Christoph Frenz ist Bassist aus Berlin. Er ist festes Bandmitglied bei Die Seilschaft (Gundermanns Band) und Polkaholix. Ehemals musizierte er auch mit Die Wilderer, Kerschowski, Monokel und Dr. Kinski & Sein Salonorchester. Quelle: https://polkaholix.de/band/

 

 

Peter Bause, Schauspieler, hat auf allen wichtigen deutschen Bühnen gespielt. Im Fernsehen spielte Peter Bause den Lehrer Dumbeck in Unser Lehrer Doktor Specht und Hauptrollen in Ein Bayer auf Rügen sowie in den Serien Mordslust, „Unter uns“, „Praxis Bülowbogen“, „Liebling Kreuzberg“. Peter drehte auch im Kulturpalast und hatte dort mehrere Auftritte. Er schickte uns am 20.11. eine anrührende Mail und seine Unterschrift.

 

 

Am 19.11. bekamen wir Post aus Südtirol. Der Tenor und Volksmusikstar Rudy Giovannini schickte uns seine Unterschrift unter die Petition. Rudy belegte beim europäischen Grand Prix der Volksmusik  2000 und 2002 den dritten Platz, um ihn dann 2006 zu gewinnen. Als deutschsprachiger Sänger ist er gerade bei uns sehr erfolgreich und beliebt. Danke, Rudy.

 

Am 08.11. erhielten wir die Unterschrift von Stephan Pregizer. Er hat unzählige Veranstaltungen für namhafte Unternehmen, Institutionen, Verbände und Ministerien moderiert. Der aus Stuttgart stammende engagiert sich auch beim „German Cancers Survivors Day“ der Deutschen Krebsgesellschaft. Er empfindet den Kulturpalast Unterwellenborn als besonders beeindruckenden Veranstaltungsort.

 

Nach seinen Anfängen in der Gründungsredaktion von „Die Sendung mit der Maus“ wurde Peter Goedel als Film- und TV-Regisseur ein Essayist und poetisch Forschender obersten Ranges. Nicht nur mit dem Film „Tanger – Die Legende einer Stadt“ (Hauptrolle Armin Müller-Stahl) hat er sich kulturellen Themen gewidmet. In „An der Saale hellem Strande – Ein Kulturhaus erzählt“ hat sich der in Torgau geborene auch ostdeutschen Themen zugewandt und die Ausstellung „Das Kulturwunder im Osten Deutschlands“ mitkuratiert. PeterGoedel ist u. a. Mitglied in der Jury des Europäischen Filmpreises. Unser dickes Dankeschön gilt ihm.

 

Am 04.11. erreichten uns gleich zwei Unterschriften. Mathias Mertens, Autor, Dozent für Medienwissenschaften und Regisseur hat unsere Petition unterschrieben.

 

 

 

Lexa A. Thomas, Film- und Bühnenkomponist und Bassist in verschiedenen Formationen (u.a. Tina Tandler Bluesband, für die er auch komponiert) ist der Zweite im Bunde.

 

 

 

Professor Ludwig Güttler, international renomierter Bachtrompeter, Mitbegründer und Aktivist der Initiative zum Wiederaufbau der Frauenkirche in Dresden, schickte uns seine Unterschrift am 07.11.

 

 

 

Stefanie Hertel, Volksmusikstar und Fernsehmoderatorin, hat uns am 29.10. ihre Unterstützung zugesagt. Hier ist ihre Unterschrift.

 

 

 

 

Peter Michael Diestel, Anwalt, letzter stellvertretender Ministerpräsident der DDR, ehemaliger Spitzenkandidat und Fraktionschef der CDU in Brandenburg schickte uns am 28.10. seine Unterschrift unter die Petition.

 

 

Uwe Hassbecker, Musikproduzent, Komponist und Gitarrist bei Silly, schickte uns am 25.10. seine Unterschrift unter die Petition "Künstler und Prominente für die Rettung des Kulturpalastes". Danke Uwe.

 

 

Lukas Natschinski, jüngster Spross eine legendären Musikerfamilie, hat sein letztes Album im Kulturpalast produziert. Am 23.10. schickte er uns seine Unterschrift zur Unterstützung.

 

Klaus-Peter Grap, ehemaliger Moderator von Riverboat (MDR), Moderator bei RTL, Schauspieler und Synchronsprecher schickte und am 22.10. seine Unterschrift unter die Petition. Vielen Dank.

 

 

 

Angelika Mann, die "Lütte", schickte uns am 21.10. ihre Unterschrift unter die Petition. Vielen Dank dafür.

 

 

 

Am 11.10. schickte uns Max Vonthien, Schlagzeuger, Sänger und Stimmungskanone bei Rumpelstil, die Band mit dem inzwischen international bekannten Taschenlampenkonzerten, seine Unterschrift unter die Petition. Ein dickes Dankeschön an dich, Max.

 

Am 10.10. schickte uns Axel Schäfer, Bassist der Stern-Combo Meißen per Unterschrift seine Unterstützung für die Aktion "Künstler und Prominente für die Rettung des Kulturpalastes". Danke, kleiner Lexa.

 

Am 05.10.19 schickte uns Jazzlegende Uschi Brüning ihre Unterschrift unter die Petition "Künstler und Prominente für die Rettung des Kulturpalastes". Vielen Dank, Uschi.

 

 

Zu den Unterzeichnern der ersten Stunde (08.09.) gehörten Jes Holtsø und Morten Wittrock. Jes ist eine großer Jazz-Star in Dänemark, bei uns aber auch bekannt als der Björge-Darsteller in vielen Olsenbanden-Filmen. Danke für deine Unterschrift, Jes.

 

Morten Wittrock ist der überragende Jazzpianist, der Jes überredet hat, seine Stimme dem Jazz zu widmen. Seit Jahren touren die beiden zu zweit, aber durchaus auch in größerer Besetzung erfolgreich durch Europa. Es reißt einen immer wieder mit, wenn Morten den Blues auf dem Klavier lebt.

 

Janine Strahl-Oestereich, Moderatorin, Synchronsprecherin und eine tolle Verfechterin des Kulturpalastes war die allererste, die unsere Petition unterschrieb. Sie ist auch der hilfreiche Geist des Vereins, wenn es darum geht, Kontakte zu Künstlern zu knüpfen, um sie für unsere Sache zu gewinnen. Danke, Janine.

 

Mit folgendem Text wenden wir uns an Künstler und Prominente mit der Bitte, unseren Kampf zum Erhalt des Kulturpalastes zu unterstützen:

Unterwellenborn liegt landschaftlich reizvoll am Fuße der Höhen, die Thüringer Wald und Schiefergebirge bilden. Hier fließt die Saale durch einen Stausee. In der Region lebten und arbeiteten die großen Klassiker Goethe und Schiller. Ihre Forderung nach Teilhabe an humanistischer Kultur und Bildung für alle Menschen wurde hier geprägt und zur weltweiten Botschaft.

Nach dem 2. Weltkrieg stand in Unterwellenborn das einzige funktionierende Stahlwerk im Osten (Maxhütte), was für den Wiederaufbau von enormer Bedeutung war Als Ausgleich zur schweren körperlichen Arbeit engagierten sich viele Maxhüttenkumpel als Volkskünstler, um nach den verrohten Kriegsjahren wieder einen kulturvollen Umgang miteinander zu gestalten. Sie forderten von der Staatsführung ein Haus, das Heimat für alle Kunst-sparten sein und die Bedeutung der Kultur für die Nach-kriegszeit repräsentieren sollte.

So entstand ab 1952 in Unterwellenborn einer der ersten deutschen Kulturpaläste mit Zugang für jedermann und reichhaltigem Angebot an kostenlosen Zirkeln zur Freizeitbeschäftigung, prächtig in seiner Größe, Gestaltung, Akustik und seinen verwendeten Materialien. Und alle packten mit an, damit er rechtzeitig 1955 eröffnen konnte. Er sollte das Maß der Dinge sein und blieb es lange Zeit auch.

Hier gab es erfolgreiche Volkskunstensemble mit allen Sparten, die größte Kunstgalerie eines DDR-Betriebes und einen bekannten Singe- und Jugendklub. Die Gästebücher des Hauses füllen die Größen der Zeit. Das Theater Rudolstadt und die heutigen Thüringer Symphoniker spielten regelmäßig. Unzählige Biografien jetziger und fortgegangener Thüringer sind mit positiven Erinnerungen an den Palast verbunden.

Dieser Kulturpalast gilt bis heute in der Fachwelt als der wichtigste und hochwertigste Vertreter der Bau-aufgabe „Kulturhaus“ dieser Epoche. Der unvollendet gebliebene Plan mit Landschaftspark und weiteren Bauten wird mit dem Schlosspark Versailles und der National Mall in Washington verglichen.

Während das industrielle Herz der Region – das Stahlwerk – bis heute fast 700 Menschen sichere Arbeit gibt, fiel der Palast nach 1990 trotz anfänglicher Sanierungen in einen langen „Dornröschenschlaf“. Auf die Liquidation durch die Treuhandanstalt folgte ein kurzes Intermezzo des Landkreises Saalfeld, der den denkmalgeschützten Kulturpalast an den Möbelunternehmer Knut Schneider aus Kronach (Bayern) verkauft hat. Obwohl die Denkmalschutzbehörden seit 1996 ihm die besondere gesellschaftliche Bedeutung seines Eigentums verdeutlichen, gibt es beständig Konfrontationen, die auch zum Scheitern seines Interesses geführt haben.

Nun will der Verein Kulturpalast Unterwellenborn e.V. mit Unterstützung der Region und des Landes eine gemeinnützige Stiftung aufbauen und darüber den Kulturpalast Unterwellenborn erwerben und betreiben. Das vorliegende Nutzungskonzept soll die Arbeit aller Künstler, der Zivilgesellschaft, der Pädagogik und das Zusammenwachsen in Europa stärken. Auf diesem Wege konnte der Verein schon einige erfolgreiche Veranstaltungen durchführen. Allein zum Tag des Denkmals 2018 kamen 1.600 Gäste. Die Bevölkerung hat ihre Unterstützung mit 3.300 Unterschriften dem Thüringer Landtag bekundet. Der Verein hat prominente Mitglieder, wie den Präsidenten der Kulturpolitischen Gesellschaft.

Mit Duldung des Eigentümers war es dem Verein gelungen, fast 600.000 EUR Sanierungsmittel zu akquirieren. Neben dem Land Thüringen unterstützen der Bundestag und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz die Sanierungsbemühungen des Vereins. Seit Frühjahr 2019 hat der Verein durch den Eigentümer Knut Schneider Hausverbot und darf die begonnene Sanierung nicht mehr fortführen.

Obwohl der Eigentümer Knut Schneider nur etwa 180.000 DM für den Kulturpalast bezahlt hat und er 2016 das Haus innerhalb seines „Firmenimperiums“ für 950.000 EUR verkauft hat, fordert er nun eine Summe von 5.5 Mio. EUR für den Kulturpalast. Diesen utopischen Preis kann niemand aufbringen.

Die Schäden am Dach haben einen bedrohlichen Zustand erreicht. Herr Schneider ist nach dem Denkmalschutzgesetz zum baulichen Erhalt des Kulturpalastes verpflichtet.

Klicke zum Vorlesen GSpeech